By Ulf Tranow

Solidarität gehört zu den Schlüsselbegriffen soziologischen Denkens und ist ein zentrales Thema in unterschiedlichen Forschungsbereichen der Soziologie. Trotz der Prominenz des Themas ist das Konzept der Solidarität allerdings äußerst unscharf: Worum es sich bei Solidarität genau handelt und was once ihre Grundlagen sind, ist nicht hinreichend geklärt. Ulf Tranow leistet einen Beitrag, der soziologischen Solidaritätsdebatte ein begriffliches und konzeptionelles Fundament zu verschaffen. In Auseinandersetzung mit handlungstheoretischen Grundsatzfragen entwickelt der Autor ein Solidaritätskonzept, das theoretisch gehaltvoll ist und eine substanzielle Grundlage für die empirische Solidaritätsforschung bietet.

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Kooperation begründet. Dieses Kernverständnis von Solidarnormen und ihrer Geltung wurde bewusst sehr weit gefasst, um eine möglichst breite Anschlussfähigkeit an unterschiedliche normtheoretische Ansätze zu gewährleisten. So ist etwa das Verhältnis zwischen Normen und Sanktionen, ein Thema, bezüglich dessen es zwischen unterschiedlichen Normtheorien divergierende Vorstellungen gibt, bis jetzt nicht weiter geklärt worden. Ebenfalls offengeblieben ist aber auch die Frage, was der konkrete Gegenstand von Solidarnormen ist.

Das zweite Postulat ist, dass sich jedes Handeln als Nutzenproduktion interpretieren lässt, es also in direkter oder indirekter Weise darauf abzielt, einen Beitrag zur Befriedigung der grundlegenden Bedürfnisse zu leisten. 3 Das Programm der Untersuchung 33 werden muss. Für das explanative Modell folgt daraus, dass die grundlegendste Bedingung für eine Solidarnormbindung darin besteht, dass diese Eigenschaft einen Beitrag leistet, um physische Bedürfnisse und/oder Anerkennungsbedürfnisse zu befriedigen.

Anhand dieser exemplarischen Fälle zeigt sich, dass in unterschiedlichsten Systemzusammenhängen Solidarnormen existieren, die eine Praxis der Unterstützung, Hilfe und Kooperation generieren. Neben der Solidarnormbindung auf 22 23 Coleman (1991: 393) benutzt in diesem Zusammenhang allerdings nicht die Begriffe Solidarität oder Solidarnorm, sondern spricht von sozialem Kapital. Mit dem Begriff des sozialen Kapitals bezeichnet er Ressourcen, die sozialen Beziehungen sowie sozialen Strukturen innewohnen und für Individuen von Wert sind, da sie dazu genutzt werden können, eigene Interessen zu realisieren.

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