By Georg Masing

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Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer e-book data mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen.

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Im Maximum oder Minimum muß die Zusammensetzung der Schmelze dieselbe sein, wie die der sich ausscheidenden Kristalle. Man überzeugt sich hiervon leicht in derselben Weise, in welcher wir die Frage des Anstiegs oder Absinkens der Kurve des Beginnes der Kristallisation ausgehend von einem reinen Bestandteil erörtert haben, indem die entgegengesetzte Annahme zu Widersprüchen fübrt. Eine Folge davon, daß die Kristalle dieselbe Zusammensetzung haben wie die Schmelze, ist, daß die Mischung von der Zusammensetzung des Maximums bzw.

B. Schmelzpunkt) ist f = 1. Bei Gegenwart von drei Phasen (p = 3) bestehen gar keine Freiheitsgrade, ein solches System ist nur bei einer bestimmten Temperatur und bei einem bestimmten Druck existenzfähig. Dann hat auch das Volumen einen bestimmten Wert (Tripelpunkt). So ist z. B. das Wasser mit dem Eise unter dem Druck des Wasserdampfes nur bei einer bestimmten Temperatur existenzfähig. Bei einem System amI zwei Stoffen haben wir gesehen, daß im allgemeinen an Stelle eines scharfen Schmelzpunktes (bei konstantem Druck) ein Schmelzintervall tritt.

Es hängt nun ganz von dem Mengenverhältnis der einzelnen Phasen ab, welche zuerst aufgezehrt wird. Liegt die Zusammensetzung der gesamten Legierung zwischen V und B, so wird bei der peritektischen Reaktion (5) offensichtlich zuerst die Schmelze d aufgebraucht werden, und die beiden Kristallarten B und V werden übrigbleiben. Die Erstarrung einer solchen Legierung ist also bei der peritektischen Temperatur abgeschlossen. Das System besteht nunmehr nach Verbrauch der Schmelze nur aus zwei Phasen, es hat also bei konstantem Druck wieder einen Freiheitsgrad: die Temperatur kann wieder sinken, während sie im Verlaufe der peritektischen Reaktion konstant gewesen ist.

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