By Helmut Thomä, Horst Kächele

Aus den Besprechungen: "Obwohl schlicht Lehrbuch benannt, stellt dieses Werk eine gewaltige Synthese der analytischen Erfahrung und des analytischen Denkens dar und ?berschreitet in seiner kritischen Fragestellung, der gro?en Vielfalt der miteinbezogenen Gesichtspunkte und der Neuintegration der Erkenntnisse von neun Jahrzehnten den bescheideneren Rahmen eines Lehrbuches. Eher k?nnte guy es als eine kritische Untersuchung des gesamten Lehrgeb?udes und Wirkens der modernen Psychoanalyse bezeichnen. Damit r?ckt es die forschungstheoretischen und praktischen Bem?hungen des Ulmer Forschungszentrums in den Mittelpunkt der analytischen Diskussion und erweist von neuem die ?berragende Bedeutung der Thom?-Gruppe f?r die heutige Psychoanalyse. ...eines der bedeutsamsten Werke der modernen Psychoanalyse..." L. Wurmser, Psyche number 1

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Klein 1964). Unter den schärfsten Kritikern der Metapsychologie befinden sich nicht wenige Mitarbeiter Rapaports ‒ z. B. Gill, G. Klein und Schafer. Es ist töricht, deren Abwendung psychoanalytisch zu deuten. Solche Argumente ad hominem verdecken die weitere Klärung der sachlichen Gründe, die dazu geführt haben, dass Rapaports umfassendes Werk eine neue Epoche einleitete. B. Gill, Holt, Luborsky, Spence, Rubinstein, Dahl) beigetragen haben. Die metapsychologischen Erklärungen lagen, das hatte sich nun gezeigt, jenseits der Reichweite der psychoanalytischen Untersuchungsmethode.

E. zutreffend fest: Objektbeziehungen sind keine Abfuhrphänomene. Freuds Begriff des Triebes als Vorgang, der innerhalb des Organismus entsteht, kann nicht auf die Beobachtung angewendet werden, dass die Bildung von Objektbeziehungen ein Prozess der gegenwärtigen Fürsorge zwischen zwei Personen ist ‒ ein Prozess, der keine Höhepunkte der Abfuhr aufweist. Weiterhin hat der Begriff des Triebes nicht die notwendige Fundierung in der gegenwärtigen Biologie gefunden. Ich glaube wie Bowlby (1969), dass Objektbeziehungen ihre Analogie im Attachmentverhalten anderer Arten haben (Modell 1984a, S.

Freud erklärte das Erleben von Lust und Unlust durch das ökonomische Prinzip. Er nahm an, dass Lust und Unlust als seelische und körperliche Erfahrungen und Erlebnisse dadurch zustande kommen, dass affektive Vorstellungen durch seelische Energie besetzt werden und Lust in der Abfuhr dieser Energie besteht. Besetzung und Abfuhr sind die von Freud angenommenen Regulationsmechanismen. Die Hexe Metapsychologie führt also nicht in imaginäre Gefilde, sondern zu handfesten Quantitäten, die Freud allerdings dort lokalisiert, wo die psychoanalytische Methode niemals hingelangen kann: im biologischen Substrat, in zerebralen neurophysiologischen Prozessen ‒ kurz: im Körper.

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