By Andreas Diekmann (auth.), Andreas Diekmann Prof. Dr., Ben Jann (eds.)

Der Begriff der Evolution ist nicht nur den Naturwissenschaften, sondern auch den Sozial- und Geisteswissenschaften vertraut. Die Konzepte der edition und der Selektion spielen hier eine Schlüsselrolle. An die Stelle der biologischen Vererbung tritt die Imitation erfolgreicher Vorbilder: Soziale Normen und Institutionen beispielsweise, die erfolgreich zur Lösung von Konflikten beigetragen haben, werden mit höherer Wahrscheinlichkeit kopiert als relativ erfolglose Vorbilder. Treten im Zuge dieses Prozesses Kopierfehler auf oder werden rational geplante Veränderungen vorgenommen, können neue Formen entstehen, die möglicherweise erfolgreicher sind als das unique. Diese Ideen können durch mathematische Formalisierung präzisiert und zugespitzt werden.

Die vorliegende Aufsatzsammlung vermittelt ein Bild davon. Die Autoren setzen sich mit spieltheoretischen Modellen, Simulationsmodellen und anderen Methoden der Formalisierung auseinander und beziehen diese auf so unterschiedliche Themenbereiche wie die Entwicklung von Kooperation und Vertrauen, die Evolution von Fairnessnormen, auf wissenschaftlichen Wettbewerb, Gruppenprozesse und die Arbeitsteilung in der Familie.

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Die evolutionare Hohe der Kultur; andererseits werden die inhibitorischen Effekte wirksam, die die evolutionlire Entwicklung zur Stagnation bringen. Die Bildung von Assoziationen wird durch eine "soziale" Matrix geregelt, in der die sozialen Umgebungen flir jeden Akteur festgelegt sind - wer kann mit wem interagieren und von ihm beeinflusst werden bzw. ihn selbst beeinflussen. Dies ist die soziale Geometrie des Gesamtsystems, liber die soziale Interaktionen, d. h. soziales Lernen, Inhibition bzw.

Zunachst muss neuer Sinn auf der Grundlage bereits verfiigbaren sozialen Sinns entstehen, bevor auf diesem gesieherten Hintergrund gemeinsamen Sinns auch die Evolution genuin eigeninteressierter Strategien moglich wird. Warum ist die Soziologie noch keine Modellwissenschaft? 25 Sinn ist daher nur als sozialer Sinn denkbar und hat als solcher immer eine Systemreferenz. Das schlieBt nattirlich nicht aus, dass das Subjekt als Interaktor nicht nur passiver "Trager" sondem auch kreativer Interpret des sozialen Sinnes ist, der auf der sozialen Ebene die Situation konstituiert, d.

H. Wissen, und andererseits in der Akzeptanz und Internalisierung bestimmter Teile der Sozialstruktur, d. h. Regeln. Die Generierung neuen Wissens, d. h. die Erweiterung der Kultur, bleibtjedoch folgenlos, falls das neue Wissen nicht akzeptiert wird. Nattirlich konnen kreative Individuen ftir sich weit tiber die Grenzen der jeweiligen Kultur gelangen; dies bleibt jedoch evolutionlir folgenlos, wenn dies Wissen nicht sozial "verfestigt", d. h. institutionalisiert wird. Dies geschieht dadurch, dass das neue Wissen in bestimmte soziale RoUen integriert wird, zu deren Definition es dann gehOrt.

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