By Thomas Haye

Während des Mittelalters ist die päpstliche Kurie innerhalb Europas die wichtigste Adresse der gelehrten lateinischen Dichtung. Vielfach unaufgefordert, wenden sich die Autoren mit ihren Werken an den apostolischen Stuhl, sie widmen einzelnen Päpsten ihre Schriften und verherrlichen sie in Lobgedichten. Untersucht wird, welche Erwartungen und Ziele mit dieser Dichtung verbunden waren und inwieweit die Kurie etwa durch materielle Förderung der Autoren auf dieses poetische Angebot reagiert hat. Dabei werden die Kommunikationswege, die Aufführungsorte und die Inszenierungsmodi dieser panegyrischen Poesie herausgearbeitet.

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159–161. Ediert in AH, Bd. 30, S. , Nr. 73. Ferner hat Clemens IV. (1265–1268) ein – wenngleich provenzalisches – Poem über die Sieben Freuden Mariens komponiert. Vgl. Aemilius Springhetti: Urbanus VIII P. M. poeta latinus. In: Archivum Historiae Pontificiae 6 (1968), S. 163–190. Vgl. Josef IJsewijn: Companion to Neo-Latin Studies. Part II: Literary, Linguistic, Philological, and Editorial Questions. Second entirely rewritten edition, by J. I. with Dirk Sacré. Leuven 1998 (Supplementa Humanistica Lovaniensia 14), S.

Zudem spielte gerade der Umstand, dass die meisten Päpste über eine ausgezeichnete, an Domschulen und Universitäten erworbene Bildung verfügten und oftmals selbst zuvor als Dozenten tätig gewesen waren, den akademisch gerüsteten Dichtern in die Hände: Die Parallelität hinsichtlich der Ausbildung und der Sprachkompetenz ebenso wie die Vertrautheit mit denselben rhetorisch-panegyrischen Mustern schufen eine Vorzugsstellung, um die sie weder mit volkssprachlichen Dichtern noch mit Jokulatoren ernsthaft konkurrieren mussten.

Marburg 1929 (Marburger Studien zur älteren deutschen Geschichte 2, 2). 107 Vgl. B. Recchilongo: Art. »Buonaiuti, Niccolò«. In: Dizionario Biografico degli Italiani. Bd. 15 (1972), S. 122 f. 108 Die Texte sind nicht gedruckt; Auszüge bei Paola Casciano: Il pontificato di Martino V nei versi degli umanisti. ): Alle origini della nuova Roma: Martino V. (1417–1431). Rom 1992, S. 143–161, hier S. 145 u. 151–161. 4. Die Motive und das Selbstverständnis der Autoren 43 derers rühmend darstellt. Offenbar ist er hierzu von jenem sogar beauftragt worden.

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